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Primärversorgungszentrum St. Pölten Nord

Historisches — Ein Haus mit Geschichte

Willkommen in einem besonderen Haus

Wer heute durch die hellen, großzügigen Räume des Primärversorgungszentrums Nord geht, ahnt es kaum: Dieses Gebäude blickt auf weit über ein Jahrhundert bewegter Geschichte zurück.

Das PVZ Nord am bewaldeten Hang über der Traisen — heute.
Das PVZ Nord am bewaldeten Hang über der Traisen — heute.

Was einst als herrschaftliche Villa am nördlichen Rand von St. Pölten, im Ortsteil Viehofen, errichtet wurde, ist heute ein moderner Ort der Gesundheit. Über die Jahrzehnte hat das Haus viele Bewohnerinnen und Bewohner gesehen, mehrere Bestimmungen erfüllt — und dabei stets seinen unverwechselbaren Charakter bewahrt.

Wir finden: Diese Geschichte verdient es, erzählt zu werden. Begleiten Sie uns auf eine kleine Zeitreise — von der Gründerzeit bis zur Eröffnung Ihres Gesundheitszentrums.

Auf einen Blick

1884
Erbaut als herrschaftliche Villa
~140
Jahre bewegte Geschichte
2022 - 24
Behutsame Generalsanierung
2024
Eröffnung als PVZ Nord

Die Geschichte unseres Hauses

1884 · Die Entstehung

Erbaut in der Gründerzeit

In den 1880er-Jahren, mitten in der wirtschaftlichen Aufbruchstimmung der Gründerzeit, ließ eine wohlhabende St. Pöltner Familie am bewaldeten Hang über der Traisen ein herrschaftliches Wohnhaus errichten. Die Villa mit ihrem markanten Mansarddach, den fein gegliederten Fassaden und dem charakteristischen Eckturm war Ausdruck von Selbstbewusstsein und Wohlstand — ein helles Schmuckstück inmitten von Wiesen und Wald.

Außenaufnahme der Gebäudeecke — Turmaufbau, Rundfenster, gegliederte weiße Fassade
Außenaufnahme der Gebäudeecke — Turmaufbau, Rundfenster, gegliederte weiße Fassade
1890 · Holz-Kleinod

Die kunstvoll geschnitzte Veranda

Wenig später entstand an der Gartenseite des Hauses ein architektonisches Schmuckstück: eine kunstvoll geschnitzte Holzveranda im Stil der „Schweizer Häuser“, wie sie in der Sommerfrische-Architektur jener Jahre überaus beliebt war. Filigranes Zierwerk, elegante Rundbögen und das satte Grün der Holzkonstruktion machen sie bis heute zum unverwechselbaren Wahrzeichen des Gebäudes.

Detailaufnahme der reich verzierten, grün gestrichenen Veranda mit Rundbögen und Schnitzwerk
Detailaufnahme der reich verzierten, grün gestrichenen Veranda mit Rundbögen und Schnitzwerk
1900 · Sommerfrische

Zeit der Erholung

Um die Jahrhundertwende war das Anwesen vor allem eines: ein Ort der Ruhe. Die Familie verbrachte hier die Sommermonate, empfing Gäste auf der Veranda und lustwandelte durch den weitläufigen Park. Die mächtige Linde, die noch heute vor dem Haus steht, spendete schon damals ihren Schatten — ein stiller Zeuge all der Jahre, die folgen sollten.

Luftaufnahme im Sommer — die Villa eingebettet in den bewaldeten Hang und den Park
Luftaufnahme im Sommer — die Villa eingebettet in den bewaldeten Hang und den Park
1920er–1930er · Im Wandel

Wechselvolle Jahrzehnte

Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen des frühen 20. Jahrhunderts veränderte sich auch das Leben im Haus. Das Anwesen wechselte mehrmals die Hand; aus dem reinen Sommersitz wurde ein dauerhaft bewohntes Zuhause. Zeitweise teilten sich mehrere Familien die großzügigen Räume — die Villa wurde lebendiger, vielstimmiger, alltäglicher.

Historische Aufnahme aus dieser Zeit
Historische Aufnahme aus dieser Zeit
1960 · Im Dienst

Stützpunkt für Hilfe und Gesundheit

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ging das Gebäude in eine öffentliche Nutzung über. Über viele Jahre diente es unter anderem als Stützpunkt des örtlichen Rettungsdienstes — und blieb damit, oft unbemerkt, ein Ort, an dem es um die Gesundheit und Sicherheit der Menschen ging. Eine Bestimmung, die bis heute nachwirkt.

Winterliche Nachtaufnahme der beleuchteten Fassade unter dem Sternenhimmel
Winterliche Nachtaufnahme der beleuchteten Fassade unter dem Sternenhimmel
2010er · Stille Jahre

Der Dornröschenschlaf

Schließlich kehrte Ruhe ein — eine Ruhe, die dem Haus nicht guttat. Über längere Zeit stand das Gebäude weitgehend leer. Der Putz bröckelte, die geschnitzte Veranda verwitterte, der Park verwilderte zusehends. Das einst so stolze Anwesen verfiel in einen Dornröschenschlaf — und wartete geduldig auf eine neue Aufgabe.

Aufnahme vor der Sanierung
Aufnahme vor der Sanierung
2022–2024 · Die Verwandlung

Behutsame Sanierung

2022 begann die große Verwandlung. In enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurde die historische Bausubstanz sorgsam saniert: Die Fassade erstrahlt wieder in hellem Weiß, die geschnitzte Veranda wurde aufwendig restauriert. Im Inneren entstand zugleich ein modernes Gesundheitszentrum — mit barrierefreien Zugängen, einem gläsernen Eingangspavillon, einer Photovoltaikanlage am Dach und zeitgemäßer medizinischer Infrastruktur. Gefördert wurde das Projekt von der Europäischen Union (NextGenerationEU).

Aufnahme der Umbauarbeiten
Aufnahme der Umbauarbeiten
2024 · Ein neuer Anfang

Das PVZ Nord öffnet seine Türen

Mit der Eröffnung des Primärversorgungszentrums Nord erhielt das Haus seine wohl schönste Bestimmung: Aus der herrschaftlichen Villa wurde ein offenes, einladendes Gesundheitszentrum für die Menschen der Region. Geschichte und moderne Medizin gehen hier seither Hand in Hand — unter einem Dach, das schon so vieles erlebt hat.

Der neue Eingang
Der neue Eingang

Der Umbau in Bildern

In den 1880er-Jahren, mitten in der wirtschaftlichen Aufbruchstimmung der Gründerzeit, ließ eine wohlhabende St. Pöltner Familie am bewaldeten Hang über der Traisen ein herrschaftliches Wohnhaus errichten. Die Villa mit ihrem markanten Mansarddach, den fein gegliederten Fassaden und dem charakteristischen Eckturm war Ausdruck von Selbstbewusstsein und Wohlstand — ein helles Schmuckstück inmitten von Wiesen und Wald.

Aufnahme vor der Sanierung

Das Haus heute

Hinter der historischen Fassade verbirgt sich heute ein helles, barrierefreies Gesundheitszentrum. Wo einst gewohnt und empfangen wurde, werden Sie heute behandelt, beraten und betreut — in Räumen, die Tradition und moderne Medizin auf selbstverständliche Weise verbinden.

Aus einer herrschaftlichen Villa ist ein offenes Haus für alle geworden. Wo früher einzelne Familien lebten, finden heute Patientinnen und Patienten aus der ganzen Region wohnortnahe, kompetente Versorgung. Die Geschichte dieses Hauses geht weiter und Sie sind ein Teil davon.
Erleben Sie das Haus selbst

Am schönsten lässt sich die Geschichte dieses Hauses vor Ort spüren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.